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GPSR bei Amazon: Anforderungen für Marketplace-Verkäufer 2026

Was Amazon seit Dezember 2024 von Verkäufern verlangt: Herstellerangaben, Verantwortliche Person, Sicherheitsbescheinigung, Flatfile-Upload und die typischen Fehler im Seller Central.

EUProof13 Min. Lesezeit
Verkäufer am Laptop in einem kleinen Lager mit Versandkartons und einem Etikettendrucker

Seit dem 13. Dezember 2024 gilt die Produktsicherheitsverordnung, die Verordnung (EU) 2023/988. Amazon hat sie früh in das Seller Central eingebaut, und seitdem ist die deutsche Verkäufer-Community in einem Dauerzustand zwischen Pflichterfüllung und Frust. Ein Händler bringt es auf den Punkt: „Die Software, die GPSR bei Amazon verwaltet, ist eine Katastrophe, und genauso katastrophal ist der Seller-Support."

Dieser Leitfaden trennt zwei Dinge sauber: Was die Verordnung wirklich von Ihnen verlangt, und was Amazon zusätzlich in seinem System abfragt. Beides wird im Seller Central vermischt, und genau daraus entstehen die meisten Probleme. Sie erfahren, wo Sie welche Daten hinterlegen, wann die Sicherheitsbescheinigung JA und wann NEIN heißt, wie der Flatfile-Upload gelingt und was Sie tun, wenn der Übermitteln-Button grau bleibt oder ein Listing wochenlang in der Prüfung festhängt.

Pflicht der Verordnung und Abfrage des Marktplatzes: nicht dasselbe

Bevor Sie auch nur einen Button im Seller Central anfassen, lohnt die Unterscheidung. Die GPSR legt Ihre gesetzlichen Pflichten als Wirtschaftsakteur fest. Amazon baut darauf ein eigenes Eingabeformular, das diese Pflichten abfragt, aber mit eigenen Begriffen und eigenen Häkchen arbeitet.

Gesetzlich verpflichtend sind unter anderem: eine Risikobewertung und eine Technische Dokumentation nach Artikel 9, die Sie zehn Jahre aufbewahren (Artikel 9 Absatz 7). Die Rückverfolgbarkeit, also Modell- oder Chargennummer sowie die Anschrift von Hersteller und Verantwortlicher Person, sitzt in Artikel 9 Absatz 5 bis 7. Sitzen Sie oder Ihr Hersteller außerhalb der EU, müssen Sie zwingend eine in der EU niedergelassene Verantwortliche Person benennen (Artikel 16). Eine Ausnahme für Kleinunternehmer oder handgemachte Ware gibt es nicht.

Amazons „Sicherheitsbescheinigung" ist dagegen keine Vorgabe der Verordnung. Sie ist eine Abfrage des Marktplatzes. Halten Sie diese Trennung im Kopf, dann verstehen Sie die kafkaesken Seller-Central-Felder deutlich schneller. Eine breitere Einordnung der Verordnung finden Sie im Überblick zur Produktsicherheitsverordnung.

Die drei Pflichten, die Amazon abfragt

Amazon verlangt von allen Verkäufern, die in der EU oder Nordirland aktiv sind, drei Angaben. Sie liegen auf zwei verschiedenen Ebenen im Seller Central, und das ist die erste große Stolperfalle.

PflichtWas eingetragen wirdWo
HerstellerinformationenName, ladungsfähige Postanschrift, E-Mail oder URL des HerstellersVerkäuferleistung, Compliance-Informationen
EU-Verantwortliche PersonName, EU-Postanschrift, E-Mail (nur bei Herstellern außerhalb der EU)Verkäuferleistung, Compliance-Informationen
Warn- und SicherheitsinformationenWarnhinweise oder Sicherheitsbescheinigung, gegebenenfalls Bild oder PDFProduktebene, Sicherheit und Compliance

Die ersten beiden Punkte hinterlegen Sie einmal auf Kontoebene. Den dritten Punkt müssen Sie jedem einzelnen Produkt zuweisen. Fehlt eine der beiden Ebenen, gilt das Produkt weiterhin als nicht konform, auch wenn Sie subjektiv „alles eingetragen" haben.

Zwei Ebenen im Seller Central

Ebene 1: Verkäuferleistung und Regulatory Compliance

Hier binden Sie Hersteller und Verantwortliche Person an Ihr Konto. Navigieren Sie zu Leistung, Kontostatus, Regulatory Compliance, oder nutzen Sie das Widget „Compliance-Informationen übermitteln". Tragen Sie für jeden Hersteller die vollständigen Daten ein, bei Nicht-EU-Herstellern zusätzlich die EU-Verantwortliche Person.

Ein Punkt wird gern übersehen und kostet später Stunden: Sie müssen die Verantwortliche Person für jedes Land separat hinterlegen, in dem Sie verkaufen, auch wenn es dieselbe Person ist. Amazon formuliert es selbst so: „You must submit your Responsible Person information for each Amazon store where you sell, even if the Responsible Person is the same for all EU countries." Wer im Pan-EU-Programm verkauft, hinterlegt die Daten also mehrfach.

Wie Sie eine Verantwortliche Person richtig benennen und welche Pflichten dahinterstehen, lesen Sie im Beitrag zur Verantwortlichen Person.

Ebene 2: die Produktebene

Die Daten aus Ebene 1 müssen nun jedem einzelnen Produkt zugewiesen werden. Das ist die häufigste Fehlerquelle. Drei Wege stehen offen:

MethodeBeschreibungGeeignet für
Manuell pro ProduktListing einzeln im Tab Sicherheit und Compliance bearbeitenWenige Produkte
Bulk per FlatfileErweiterte Inventardatei mit GPSR-Spalten hochladenViele Produkte
Externe ToolsListing-Tools wie JTL oder Eselt, die GPSR-Felder per Schnittstelle sendenProfessionelle Seller

Wer mehrere hundert SKUs führt, kommt um den Bulk-Weg kaum herum. Genau dort hakt es bei vielen am meisten.

Sicherheitsbescheinigung: JA oder NEIN, und warum das verwirrt

Die Sicherheitsbescheinigung ist das am häufigsten missverstandene Feld. Ein Verkäufer fragt entnervt: „Wenn für das Produkt keine Warnhinweise und Sicherheitsinformationen erforderlich sind, müssen Sie eine Sicherheitsbescheinigung vorlegen, WAS FÜR EINE? Wie soll die aussehen? Gibt es Beispiele?" Die Verwirrung ist verständlich, denn der Name suggeriert ein Dokument, das es nicht gibt.

Es ist schlicht eine Auswahl im Seller Central:

AuswahlBedeutungKonsequenz
JA, SicherheitsbescheinigungDas Produkt benötigt keine Warn- oder Sicherheitshinweise, weil es von Natur aus sicher ist, etwa ein Stuhl oder eine Tasse.Sie laden nichts hoch. Amazon wertet das Produkt im Sinne der Warnhinweise als konform.
NEIN, keine SicherheitsbescheinigungDas Produkt benötigt Warn- oder Sicherheitshinweise, etwa „Nicht für Kinder unter 36 Monaten" oder „Achtung, heiße Oberfläche".Sie laden einen Nachweis hoch, etwa ein Foto der Produktkennzeichnung oder ein PDF der Anleitung.

Amazon selbst beschreibt es so: „Die Sicherheitsbescheinigung bestätigt, dass Ihr Produkt keine Warn- und Sicherheitshinweise erfordert. Sie darf nur verwendet werden, wenn dies der Fall ist."

Ein praktisches Beispiel: Ein Händler verkauft Kerzen. Die brauchen den Hinweis „Nicht unbeaufsichtigt lassen". Er wählt also NEIN, weil Sicherheitshinweise nötig sind, und lädt ein Bild des Etiketts mit dem Warnhinweis hoch. Wichtig: Diese Amazon-Bescheinigung ist nicht die Konformitätserklärung der Verordnung. Eine förmliche Konformitätserklärung ist nur für harmonisierte Produkte mit CE-Kennzeichnung gesetzlich verpflichtend. Für reine GPSR-Ware ist die Sicherheitsbescheinigung eine vom Marktplatz angeforderte Selbsterklärung, kein gesetzliches Dokument. Welche Hinweise wann auf Ihr Etikett gehören, klärt der Beitrag zur GPSR-Informationspflicht.

Flatfile und Bulk-Upload: so gelingt es

Für Verkäufer mit hunderten oder tausenden SKUs ist der manuelle Weg keine Option. Die Erfahrungen mit Flatfiles sind allerdings durchwachsen. Wenn Sie es versuchen, halten Sie sich an diese Reihenfolge:

  1. Laden Sie die aktuelle Flatfile-Vorlage für Ihre Produktkategorie aus dem Seller Central herunter.
  2. Prüfen Sie im Tab Data Definitions die neuen, fett gedruckten Pflichtfelder.
  3. Füllen Sie die GPSR-Felder aus, etwa gpsr_safety_attestation mit JA oder NEIN, dazu die E-Mail von Hersteller und Verantwortlicher Person.
  4. Speichern Sie als Tab-separierte Datei (.TSV) statt als Excel. Das löst viele Formatfehler.
  5. Nutzen Sie „Check My File", bevor Sie hochladen, um Fehler vorab zu erkennen.
  6. Laden Sie über Katalog, Produkte über Upload hinzufügen hoch.
  7. Notieren Sie die Batch-Nummer. Damit verweisen Sie beim Support auf den konkreten Vorgang.

Ein Verkäufer berichtet von einer kuriosen Hürde: „Ich habe mühevoll eine Flatfile erstellt, irgendwie hat alles geklappt, dann kam bei der Verarbeitung ein Fehler über ein Feld in der Flatfile, das es gar nicht gibt, ‚Sprache‘." Der Seller Support bestätigt, dass die GPSR-Felder ständig aktualisiert werden. Greifen Sie zur jeweils nächsten Vorlage und achten Sie auf den Abschnitt Safety und Compliance.

Die häufigsten Fehler und ihre Ursachen

Fehler oder ProblemUrsacheLösung
Error 5995 oder 8541Sie sind nicht der Markeninhaber, dürfen das Produkt aber legal verkaufen.Auf SKU-Ebene arbeiten statt auf Markenebene, etwa über das Manage-Your-Compliance-Dashboard.
Fehler 90041, fehlendes Pflichtfeld SpracheDie Flatfile enthält nicht alle erwarteten GPSR-Felder oder eine veraltete Vorlage.Aktuellste Vorlage verwenden und die Data Definitions prüfen.
Upload hängtDie Datei bleibt im Status „in Prüfung" und blockiert alle weiteren Updates.Support mit der Batch-Nummer kontaktieren. Als Workaround ein Detail im Listing ändern und manuell neu einreichen.
Buttons grau hinterlegtAmazon erlaubt keinen Bulk-Upload für Ihre ASINs, häufig bei Resellern ohne Brand Registry.Daten manuell pro SKU pflegen oder das Compliance-Dashboard nutzen.

Ein Reseller schildert die Lage drastisch: „The problem is NOT our compliance; the problem is that Amazon's system is physically blocking us from uploading this data in bulk." Das ist ein wichtiger Punkt für Ihre eigene Bewertung. Wenn Ihre GPSR-Unterlagen vollständig sind, liegt das technische Problem bei Amazon, nicht bei Ihrer Compliance. Sorgen Sie zuerst dafür, dass Ihre Risikobewertung und Technische Dokumentation sauber vorliegen. Dann ist ein hängender Upload ein Plattformproblem, kein Rechtsproblem.

Was Verkäufer wirklich erleben

Die Community-Berichte zeichnen ein eindeutiges Bild. Das sind keine Einzelfälle, sondern Muster.

Ewige Prüfungsstatus. Dokumente bleiben wochenlang „in review" und blockieren jede Änderung. Ein Verkäufer: „Die Situation steckt fest: GPSR hängt in der Prüfung, Listings werden nicht aktualisiert, Flat Files werden nicht akzeptiert und die Fristen sind längst überschritten." Ein anderer wartet seit fast zwei Monaten: „Meine ASIN ist mittlerweile fast 2 Monate inaktiv, obwohl alle Anforderungen erfüllt sind."

Falsche Zuordnung der Verantwortlichen Person. Besonders ärgerlich: „Bei einigen Verkäufern, auch bei uns, wird eine falsche verantwortliche Person angezeigt. Noch dazu handelt es sich um einen der größten Mitbewerber auf dem Markt, der als verantwortliche Person hinterlegt ist." Prüfen Sie daher nach jeder Einreichung, wer in Ihrem Konto tatsächlich als Verantwortliche Person erscheint.

Amazon löscht akzeptierte Daten. „Bei mir hat Amazon die GPSR-Daten im Seller Central komplett gelöscht, nachdem sie wochenlang akzeptiert waren. Jetzt bin ich wieder am Anfang." Halten Sie deshalb alle eingereichten Daten und Screenshots außerhalb von Amazon vor, damit Sie sie ohne Aufwand erneut hochladen können.

Support im Kreis. Das Account-Health-Team verweist an den Seller Support, der Seller Support verweist zurück. „Wir haben auch seit Monaten im Compliance CSC Bereich Angebote mit Status ‚übermittelt‘. Die Dokumente wurden hochgeladen und seitdem tut sich nichts mehr." Wer den Support kontaktiert, sollte als Bereich gezielt „Compliance CSC, Product Compliance Requests" nennen, nicht zuerst „Account Health, Regulatory Compliance".

Sonderfall Child Listings und Pan-EU

Der schwierigste Fall trifft Verkäufer mit Child Listings, also Varianten in Größe oder Farbe, im Pan-EU-Programm. Hier entsteht ein Loop: Das Produkt wird deaktiviert, Sie reichen GPSR-Dokumente ein, es wird kurz aktiviert, und nach wenigen Tagen wieder deaktiviert, weil angeblich Dokumentation fehlt. Beim erneuten Einreichen werden teils alle Produktbilder gelöscht. Ein Betroffener: „I currently have 18 child listing inactive, after re-submitting GPSR for the fourth time."

Aus der Community kursieren zwei Workarounds. Erstens: ASIN löschen, 24 Stunden warten, neu hochladen. Zweitens: ein minimales Produktdetail ändern und neu einreichen, damit Amazon die Prüfung neu anstößt. Beides ist Notlösung, keine saubere Mechanik. Aber für viele Variantenhändler ist es der einzige Weg aus dem Kreislauf.

Auch Kleinunternehmer und kleine Sortimente sind betroffen

Eine verbreitete Hoffnung lautet: Bei wenigen Produkten oder als Kleinunternehmer bin ich raus. Das stimmt nicht. „Wie soll das eigentlich ein Kleinunternehmer schaffen? Ich hab 80 Produkte und verzweifle. Amazon verlangt, dass man alles einzeln per Hand eingibt." Der Frust ist berechtigt, die Pflicht bleibt. Die Verordnung kennt keine Ausnahme nach Umsatz oder Sortimentsgröße.

Praktisch heißt das: Reine digitale Dateien wie PDFs oder E-Books fallen grundsätzlich nicht in den Geltungsbereich. Sobald Sie aber physische Produkte verkaufen, gelten die Pflichten unabhängig davon, ob Sie 5 oder 5.000 Artikel führen. Was die GPSR konkret kostet und wie Sie den Aufwand begrenzen, behandelt der Beitrag zu den GPSR-Kosten.

Wo EUProof ansetzt

Das technische Chaos im Seller Central löst niemand für Sie, das ist Amazons Baustelle. Was Sie aber selbst in der Hand haben, ist die Grundlage: die Dokumente, die hinter der Sicherheitsbescheinigung stehen. EUProof erstellt Ihre Risikobewertung, Technische Dokumentation und die Konformitäts- beziehungsweise Selbsterklärung für Ihre Produkte. Damit haben Sie die Nachweise vorliegen, die Sie bei Amazon hochladen und bei der Marktüberwachung vorzeigen müssen, und Sie geraten bei einer Abmahnung nicht ins Schwimmen.

Eine wichtige Klarstellung: EUProof stellt keine Verantwortliche Person und keinen Bevollmächtigten. Wenn Ihr Hersteller außerhalb der EU sitzt, müssen Sie diese Rolle separat besetzen. EUProof liefert die Compliance-Dokumente, nicht den EU-Sitz.

Ob Ihre Produkte überhaupt unter die GPSR fallen, klären Sie in zwei Minuten mit dem Schnellcheck. Die fertigen Dokumentvorlagen finden Sie unter Vorlagen.

Dieser Beitrag ist eine allgemeine Orientierung und keine Rechtsberatung. Lassen Sie Ihre Pflichten von einer qualifizierten Fachperson oder Ihrer verantwortlichen Person prüfen.

Schritt für Schritt

  1. Hersteller und Verantwortliche Person im Account Health hinterlegen

    Navigieren Sie zu Leistung, Kontostatus, Regulatory Compliance. Tragen Sie für jeden Hersteller die vollständigen Daten ein. Sitzt der Hersteller außerhalb der EU, hinterlegen Sie zusätzlich Ihre EU-Verantwortliche Person, separat für jeden Store.

  2. Sicherheitsbescheinigung pro Produkt festlegen

    Geben Sie auf Produktebene im Tab Sicherheit und Compliance an, ob das Produkt Warn- und Sicherheitshinweise benötigt. JA bedeutet keine Hinweise nötig, NEIN bedeutet Sie laden den Nachweis hoch, etwa ein Foto des Etiketts.

  3. Flatfile-Vorlage herunterladen und prüfen

    Laden Sie die aktuelle Vorlage für Ihre Kategorie aus dem Seller Central. Prüfen Sie im Tab Data Definitions die fett gedruckten neuen Pflichtfelder und füllen Sie die GPSR-Spalten aus, etwa gpsr_safety_attestation.

  4. Datei als TSV speichern und vorab prüfen

    Speichern Sie als Tab-separierte Datei statt als Excel, das löst viele Formatfehler. Lassen Sie die Datei über Check My File prüfen, bevor Sie über Katalog, Produkte über Upload hinzufügen hochladen.

  5. Batch-Nummer notieren und Status verfolgen

    Notieren Sie die Batch-Nummer des Uploads. Bleibt die Verarbeitung hängen, verweisen Sie beim Support auf diese Nummer und nennen Sie als Bereich Compliance CSC, Product Compliance Requests.

Häufige Fragen

Muss ich für jeden EU-Marktplatz separate GPSR-Daten einreichen?
Ja. Auch wenn die Verantwortliche Person für alle EU-Länder dieselbe ist, müssen Sie sie für jeden Store separat hinterlegen, in dem Sie verkaufen. Amazon prüft die Compliance pro Marktplatz, nicht zentral für Ihr Konto.
Was ist die GPSR-Sicherheitsbescheinigung bei Amazon, ein separates Dokument?
Nein. Die Sicherheitsbescheinigung ist eine JA- oder NEIN-Angabe im Seller Central, nicht das gleiche wie die Konformitätserklärung aus der Verordnung. Wählen Sie JA, bestätigen Sie, dass das Produkt keine Warn- und Sicherheitshinweise benötigt. Es ist kein separates PDF und gesetzlich nicht vorgeschrieben, sondern eine Angabe, die der Marktplatz verlangt.
Was mache ich, wenn der Bulk-Upload nicht funktioniert (Fehler 5995 oder 8541)?
Diese Fehlercodes deuten auf Marken- oder Berechtigungsprobleme hin, oft bei Resellern ohne Brand Registry. Arbeiten Sie auf SKU-Ebene über das Manage-Your-Compliance-Dashboard statt auf Markenebene, oder pflegen Sie zuerst Ihre umsatzstärksten ASINs manuell ein.
Mein Listing ist inaktiv, obwohl alle GPSR-Daten gültig sind, was tun?
Ein dokumentierter Workaround aus der Community: Löschen Sie die ASIN, warten Sie 24 Stunden und laden Sie sie neu hoch. Alternativ ändern Sie ein minimales Produktdetail, etwa einen Bullet Point, und reichen Sie das Listing erneut ein, damit Amazon es neu prüft.
Ich bin Reseller ohne Brand Registry, kann ich überhaupt einen Bulk-Upload machen?
Theoretisch über die SKU-Ebene, in der Praxis ist es schwierig, weil die Bulk-Buttons im Account Health oft ausgegraut sind. Viele Reseller pflegen die Daten manuell pro SKU oder über das Compliance-Dashboard. Ihre GPSR-Pflichten bleiben davon unberührt, unabhängig davon, was Amazon technisch zulässt.

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